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Bahamas

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Wirtschaft, Industrie, Tourismus und Verkehr
Die Bahamas sind durch ein angenehmes subtropisches Klima und hervorragende Strände zum beliebtesten ganzjährigen Urlaubsgebiet der westlichen Hemisphäre geworden und werden jährlich von etwa drei Millionen Touristen besucht, wobei während des Winters, der Touristenverkehr aus der Metropolenzone New York, von grosser Bedeutung ist. Durch den Tourismus werden etwa 50 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. Die Bahamas wurden wegen ihrer vorteilhaften Steuergesetze zum Standort für Hunderte von Banken. Die industrielle Produktion ist begrenzt auf das Umschlagen und Raffinieren von Erdöl, die Herstellung von Stahlrohren, Arzneimitteln, Salz und Rum sowie auf den Fang von Krustentieren.
Das Bruttosozialprodukt betrugt 1995 3,46 Milliarden US-Dollar, was einem Pro-Kopf-Einkommen von 12‘440 US-Dollar entspricht. Die Währungseinheit ist der Bahama-Dollar, der in 100 Cents gegliedert ist. Die wichtigsten Aussenhandelspartner für den Import sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Grossbritanien und Nordirland, Norwegen, Frankreich und Italien. Für den Export sind die wichtigsten Aussenhandelspartner die Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, Nigeria, Dänemark und Norwegen.
Die meistbenötigten Einfuhrgüter sind Nahrungsmittel, Fertigwaren, Mineralbrennstoffe und Rohöl. Die Landwirtschaft trug 1992 lediglich 2,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Landwirtschaft hat also nur eine untergeordnete wirtschaftliche Bedeutung. Die wegen der ungünstigen Bodenverhältnisse nur geringe Agrarproduktion reicht nicht für den Bedarf der Landes aus. Etwa drei Viertel der benötigten Nahrungsmittel müssen importiert werden. Für die Selbstversorgung und den heimischen Markt werden in kleinbäuerlichen Betrieb unter anderem verschiedene Gemüsearten, Bananen und Zitrusfrüchte angebaut. Daneben sind besonders auf Great Abaco und Andros einige moderne Betriebe entstanden, die Agrarprodukte exportieren (als Konserven vor allem in die Vereinigten Staaten von Amerika). Zum Schutz der nationalen Fischerei hat die Regierung 1977 die 200 Meilen-Wirtschaftszone vor den Küsten proklamiert. Über die Hälfte der Fangmenge entfiel 1982 auf Hummer (für den Export von allem in die Vereinigten Staaten von Amerika), und 36,8 Prozent auf Seefische.
Die Einfuhr der Bahamas übersteigt seit Jahren die Ausfuhr; dieses Aussenhandelsdefizit wird aber durch Deviseneinnahmen aus dem Tourismus mehr als ausgeglichen. Über 80 Prozent der Einfuhr und über 90 Prozent der Ausfuhr entfallen auf Erdöl und Erdölerzeugnisse (Rohöl wird importiert, teilraffiniert und wieder exportiert). Wichtigster Erdöllieferant ist der Iran, wichtigster Handelspartner die U.S.A.
Mit der Entwicklung des Tourismus wurde auch das Verkehrswesen verstärkt ausgebaut. Wichtigste Seehäfen sind der Tiefseewasserhafen von Nassau, der Handelshafen mit der grössten Bunkeranlage der weltlichen Welt von Freeport und den, vor allem für die Salzausfuhr bestimmte Hafen im Matthew Town. Nassau und Freeport besitzen beide einen Internationalen Flughafen. Auf den grösseren Inseln der Bahamas sind die Strassen, auf denen Linksverkehr gilt, gut ausgebaut.
Die Entwicklung der Industrie wurde durch die 1955 geschaffene Industriezone von Freeport (mit Steuerfreiheit bis 1990 und Zollfreiheit für 99 Jahre) beschleunigt. Mit Hilfe nordamerikanischer Investitionen sind kapitalintensive Betriebe entstanden.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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